Innovationsmotor Hybride Wertschöpfung
Das FAZ-Institut veranstaltete am 05. Mai 2009 in Stuttgart unterstützt vom
Land BW und unter
Schirmherrschaft von Ministerpräsident Günther H. Oettinger den
3. Unternehmergipfel. Über 400 hochrangige Unternehmensvertreter diskutierten im ehrwürdigen Ambiente des Neuen Schlosses über die Erfordernisse und Möglichkeiten, um Innovationen in der aktuellen wirtschaftlichen Krise zu realisieren.
Programm des Unternehmergipfels
Innovationsgipfel im Fernsehen
Forum Dienstleistung
Auf der von
Prof. Dr. Jörg Becker moderierten Podiumsdiskussion
wurden die Innovationspotenziale hervorgehoben, die sich aus der
Verbindung von Sach- und Dienstleistungen zu kompletten Kundenlösungen
ergeben. Die Beiträge der Teilnehmer zeigten das
weite Spektrum BMBF-geförderter Projekte auf, die sich der Realsierung der hybriden, die
Produktion und Dienstleistung integrierenden Wertschöpfung widmen.
- Dr.-Ing. Katrin Winkelmann von Eisenführ, Speiser & Partner,
Hamburg, betonte, dass die Rechte an Innovationen in der hybriden
Wertschöpfung aufgrund der Co-Produzentenrolle des Kunden bereits bei
der Pilotierung von Entwicklungsprojekten abgesichert werden müssen.
- Tim Kröger, Leiter Produktmanagement der PSI Software Systems GmbH,
Berlin, erläuterte die neuen Anforderungen an betriebswirtschaftliche
Standardsoftware, die aus der Abbildung hybrider Leistungsbündel
resultieren. Als Lösungsansatz stellte er die im Projekt FlexNet
entwickelten Web-Services zur Kopplung von Informationssystemen der
Produktion und Dienstleistung vor.
- Manfred Modersitzki, Bereichsleiter Zwick Service, Zwick GmbH &
Co. KG, Ulm, zeigte am Beispiel von Materialprüfungssystemen das weite
Produktspektrum, das sich durch die Differenzierung von Sachleistungen
durch produktbegleitende Dienstleistungen ergibt. Die kulturellen und
personellen Herausforderungen, die mit der Differenzierung einhergehen,
sind Gegenstand des Projekts Pride.
- Ulrich Treiber, Director Business Development & Sales der RHIEM
Services GmbH, Voerde, erläuterte am Beispiel seines Unternehmens den
Transformationsprozess traditioneller Unternehmen zu innovativen
Lösungsanbietern. Die Erfolgs- und Einflussfaktoren, welche bei der
Umsetzung der hybriden Wertschöpfung wirksam sind, werden im Projekt
HyPro wissenschaftlich untersucht.
- Prof. Dr. Florian von Wangenheim, Lehrstuhl für Dienstleistungs-
und Technologiemarketing, TU München als Vertreter des
Sonderforschungsbereichs 768 und des Projekts ExFed, erläuterte die
Innovationspotenziale, die sich aus der Veränderung der Rolle des
Kunden hin zum Co-Produzenten und Co-Innovator im Rahmen der hybriden
Wertschöpfung ergeben.
- Herr Prof. Dr. Jörg Becker, European Research Center for
Information Systems, WWU Münster, betonte, dass die Bepreisung hybrider
Leistungsbündel die Analyse und gezielte Beeinflussung der
Zahlungsbereitschaften der Kunden voraussetzt. Entsprechende Werkzeuge
hierfür wurden im Projekt ServPay entwickelt.
Stand BMBF-geförderter Projekte
Entsprechend der Front des Standes konnten die Besucher des Unternehmergipfels die in der
Podiumsdiskussion aufgezeigten Innovationspotenziale in ausführlichen Gesprächen mit Projektvertretern vertiefen. Via Internetzugang konnte Interessierten vor Ort direkt ein Überblick über die im Internet verfügbaren Projektpräsentationen vermittelt werden. Mit dem Reiseführer "
Services made in Germany", dem Metaprojektbericht des VDI und zahlreichen projektspezifischen Flyern wurde den Besuchern ein umfangreiches Informationspaket für eine spannende Weiterbeschäftigung mit dem Thema
Hybride Wertschöpfung geschnürt.
Portal der hybriden Wertschöpfung
Die Präsentationen auf dem Unternehmergipfel Innovation fungierten zugleich als öffentlicher
Kick-off zur BMBF-geförderten Weiterentwicklung des Portals der Hybriden Wertschöpfung im Rahmen einer Aufstockung und Verlängerung des Projekts FlexNet.
Das Portal ermöglicht Praktikern und Wissenschaftlern Problemlösungsbeiträge zur hybriden Wertschöpfung so zu beschreiben, dass sie für Vertreter unterschiedlicher Disziplinen gezielt auffindbar sind. Das Portal fördert die interdisziplinäre Bearbeitung von Forschungsproblemen der hybriden Wertschöpfung, indem es
Synergiepotenziale zwischen Projekten aufzeigt und zugleich hilft, Doppelarbeiten zu vermeiden.
Das Portal wird auf einer Infrastruktur aufsetzen, das erlaubt, auf einfache Art und Weise Forschungsportale zu unterschiedlichen Bereichen themenspezifisch zu generieren. Dadurch wird es vielen Forschungsdisziplinen wesentlich erleichtert, ihre Problemlösungsbeiträge im Internet zu strukturiert zu veröffentlichen.
Link zum Forschungsportal der hybriden Wertschöpfung